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Archive for 27. Mai 2014

… war enorm vielseitiger, ebenso scharfsinniger wie scharfzüngiger Querdenker, der sich unter anderem als Publizist, Bühnenautor, Schauspieler, Kabarettist und Kulturphilosoph betätigte. Seine „Kulturgeschichte der Neuzeit“ erschien zwischen 1927 und 1931 in drei Bänden. Obwohl, oder vielmehr weil er darin ein nicht nur außerordentlich weit gefasstes, sondern auch ganz bewusst höchst persönliches Geschichtsbild entwickelt, nach eigenen Worten stets bemüht, „eine möglichst unwissenschaftliche Darstellung zu geben“, hat das Werk bis heute viel von seiner Frische, Faszination und Relevanz bewahrt.

Als im März 1938, wenige Tage nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland, zwei SA Männer vor seinem Wohnhaus erschienen, wählte Friedell den Freitod. Die siebzigste Wiederkehr seines Todestages nehmen wir zum Anlass, sein Opus Magnum unter Mithilfe zahlreicher Gäste ungekürzt zu lesen und uns über blosses Gedenken hinaus einige Gedanken zu machen… – http://cba.fro.at/ + http://o94.at/radio/

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Seit Jahren ist die Rede von der Fettleibigkeitsepidemie. Immer mehr Menschen werden seit Jahrzehnten immer dicker. In Deutschland sind 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen übergewichtig und 23 bzw. 24 Prozent adipös. In den USA sind mehr als Zweidrittel der Erwachsenen übergewichtig und 34,9 Prozent adipös.

In den letzten Jahren erfolgte allerdings keine Zunahme mehr, womöglich hat die Fettleibigkeitsepidemie einen Scheitelpunkt erreicht. Die Frage bleibt allerdings weiterhin, welche Ursachen dafür verantwortlich sind. US-Wissenschaftler haben nun eine zumindest für die meisten wohl überraschende Korrelation gefunden.- http://www.heise.de/tp/artikel/41/41859/1.html

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Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse über die Auswirkungen der Europawahlen, die Gefahren eines radikalen Nationalismus von Le Pen bis Strache und seine Hoffnung auf transnationale Demokratie.- http://www.profil.at/

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Das Bedürfnis nach Beachtung wird in der psychologischen Literatur bisher weitgehend vernachlässigt. Das für mich Brauchbarste, was ich zu diesem Thema gelesen habe, fand ich bei Idries Shah in seinem Buch „Wege des Lernens“ im Kapitel ‚Characteristics of Attention and Observation‘. Die Psychoanalyse beschäftigt sich zwar mit diesem Thema in der Objektbeziehungstheorie, doch auf einem abgehobenen, theoretischen Niveau, das die Gegebenheit eines wirklichen Bedürfnisses eher verschleiert als erhellt, z. B.durch die unglückliche Formulierung ‚gesunder Narzissmus‘. Interesse am eigenen Körper und der eigenen Person ist Voraussetzung für Überleben, für Wohlbefinden und für Selbstkenntnis und so gesund wie der Durst für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt; der Narzissmus hingegen bezeichnet die krankhafte Selbstverliebtheit. Gesunder Narzissmus ist eine ebenso sinnlose Bezeichnung wie gesunder Alkoholismus.

Ich folge in meiner Einschätzung Idries Shah: Das Bedürfnis nach Beachtung wirkt in praktisch allen zwischenmenschlichen Begegnungen. Alles, was Menschen miteinander tun – sei es geben und nehmen, verkaufen und kaufen, führen und folgen, lehren und lernen, predigen und horchen usw. – dient dem Austausch von Beachtung. Je bewusster das Bedürfnis nach, der Austausch von und der Umgang mit Beachtung ist, desto größer sind die Chancen, daß wir in einer Begegnung außer Austausch von Beachtung auch noch anderes bewirken können.

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