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Archive for 18. April 2014

1. Zuviel Aufmerksamkeit kann schaden.

2. Zuwenig Aufmerksamkeit kann schaden.

3. Aufmerksamkeit kann `feindselig`oder `freundlich`sein und trotzdem ihre Aufgabe erfüllen. Moralische Aspekte müssen hier aus dem Spiel bleiben.

4. Wenn die Menschen viel Aufmerksamkeit brauchen, werden sie leicht von Botschaften verletzt, die oft die Aufmerksamkeit begleiten, die man ihnen entgegenbringt. Zum Beispiel wenn sie die erwünschte Aufmerksamkeit bei Personen oder Organisationen finden, die dannn später (als `der Preis, der zu zahlen ist`) einen übermäßig großen Einfluss auf das nach Aufmerksamkeit hungernde Individuum ausüben.

5. Aktuelle Überzeugungen wurden oft zu einem Zeitpunkt und unter Bedingungen eingeimpft, in denen ein großer Bedarf an Aufmerksamkeit bestand, und nicht mittels der Methoden, die ihnen in der Regel zugeschrieben werden.

6. Viele unbegreifliche Meinungsumänderungen, plötzliche Wechsel des Freundeskreises, radikale Umorientierung des Engagements können ihre Erklärung in einem Wechsel der Quelle der Aufmerksamkeit finden.

7. Die Menschen werden fast immer durch ein Angebot von Aufmerksamkeit und Zuwendung stimuliert, weil die meisten unter Aufmerksamkeitsentzug leiden. Aus diesem Grunde werden neue Freunde oder neue Lebensumstände den alten oft vorgezogen.

8. Wenn die Menschen lernen könnten, ihren Hunger nach Aufmerksamkeit zu stillen, währen sie in einer besseren Position. Sie könnten sich mehr um andere Dinge kümmern, als es die meisten gegenwärtigen Kulturen ihnen erlauben. Sie könnten dann auch die Effektivität ihrer Lernfähigkeit vergrößern.

9. Unter den Dingen, die saturierte Menschen (in bezug auf Aufmerksamkeit) erforschen könnten, wäre der Vergleich von Anziehungskraft von Ideen, Individuen etc. – unabhängig von deren Funktion, reine Lieferanten von Aufmerksamkeiten zu sein.

10. Das Verlangen nach Aufmerksamkeit beginnt in einer frühen Phase der Kindheit. es ist auf dieser Stufe natürlich verbunden mit dem Bedürfnis nach Schutz und Ernährung. Das heißt nicht, daß dieses Verlangen sich in Zukunft nicht weiterentwickeln kann, aber es sollte über den gewöhnlichen Gebrauch, den die Erwachsenen davon machen, über pure Befriedigung oder Sättigung hinausgeführt werden.

„Wege des Lernens“, Psychologie der Sufis.

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